Kaltschaum

Kaltschaum (HR-Schaum = High Resilience)

Kaltschaum (HR-Schaum = High Resilience)

Kaltschaum (HR-Schaum = High Resilience) ist ein hochelastischer Polyurethanzellkunststoff mit ungleich- mäßiger, geschlossener Zellstruktur.

Nach dem Ausreagieren und der Abkühlung wird der Schaum verdichtet, damit sich die Zellen öffnen und der Schaumstoff weich und elastisch mit einer besonders guten Tragfähigkeit wird. Die mit Luft gefüllten Schaumzellen werden also mechanisch geöffnet um eine bessere Feuchtigkeitregulierung zur erreichen. Dieses ist gerade bei der Verwendung von Kaltschaum in der Matratzenherstellung ein wichtiges Verfahren. Kaltschaum unterscheidet sich dadurch erheblich von Polyätherschaumstoff (Purschaum oder auch Komprotschaum genannt), der zwar billiger in der Herstellung ist, jedoch schlechter durchlüftet und nicht ganz so punkt- elastisch wie HR-Schaum ist. Die Eigenschaft, die ursprüngliche Form nach dem Zusammendrücken wiedererlangen zu können, bedeutet eine exzellente Eigenschaft von Kaltschaum als Kernmaterial für Matratzen.

Besonders wichtig ist bei Kaltschäumen das sog. Raumgewicht (RG). Dieses gibt an, wie schwer ein Würfel von 1 m Seitenlänge des entsprechenden Materials in kg ist. Je höher das RG, desto besser ist die Haltbarkeit einer Matratze.

Die 'Härte' einer Matratze wird nicht über das Raumgewicht gesteuert, sondern vielmehr über die Schäumtechnik. Das heißt, eine Matratze mit einem geringen Raumgewicht von 25 kg/m3 kann genauso 'hart' oder 'weich' sein, wie eine Matratze mit 45 kg/m3 . Allerdings ist eine Matratze mit niedrigem Raumgewicht nicht so haltbar, wie eine Konstruktion mit einem höheren Raumgewicht.

 
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